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Handeloh
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Handeloh, bis 16. März 1936 Handorf bei Tostedtcite-ref-2[2], ist eine Gemeinde im Landkreis Harburg in Niedersachsen.

Contents

• Geografie
• Lage
• Geschichte
• Politik
• Gemeinderat
• Wappen
• Museen
• Verkehr
• Medien
• Bilder
• Literatur
• Weblinks

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Geografie

Lage

Handeloh liegt zwischen den Flüssen Seeve und Este, südlich von Buchholz in der Nordheide. Die Harburger Berge liegen im Nordwesten und der Naturschutzpark Lüneburger Heide im Südosten. Die Gemeinde gehört der Samtgemeinde Tostedt an, die ihren Verwaltungssitz in der Gemeinde Tostedt hat.

Nachbargemeinden

• Undeloh
• Welle
• Tostedt
• Buchholz

Gemeindegliederung

Zur Gemeinde Handeloh gehören die Orte Handeloh, Höckel, Inzmühlen und Wörme.

Geschichte

Handeloh hieĂź bis 1936 Handorf, wurde aber wegen der Namensgleichheit zu Handorf im Landkreis LĂĽneburg umbenannt, wobei fĂĽr die Wahl des neuen Namens das benachbarte Undeloh Pate stand.

Am 8./9. April 1945 hielt ein KZ-Zug mit 5000 Insassen eines Konzentrationslagers, nach einer 4-tägigen Irrfahrt, auf dem Handeloher Bahnhof. Die KZ-Insassen wurden aufgrund der heranrückenden britischen Armee vom Konzentrationslager Nordhausen im Harz nach Bergen-Belsen gebracht. Nach einem Aufruf des Handeloher Bürgermeisters Peters spendeten die Handeloher Einwohner innerhalb weniger Stunden mehr als 120 Zentner gekochte Kartoffeln, Steckrüben und Brote, Wasser und Milch, berichteten aber auch von zahlreichen Gräueltaten. Infolge von Hunger, Durst, Krankheit und Erschöpfung sowie einer Schießerei am Bahnhof waren mindestens 75 Menschen verstorben und in einem Massengrab, in der Nähe des Bahnhofes beerdigt worden. In den 50er Jahren wurden 64 Tote exhumiert und auf dem Handeloher Gemeindefriedhof beigesetzt.cite-ref-3[3]cite-ref-4[4]cite-ref-5[5]

Eingemeindungen

Am 1. Juli 1972 wurde die Nachbargemeinde InzmĂĽhlen eingegliedert.cite-ref-6[6]

Einwohnerentwicklung

Die Einwohnerzahl der Gemeinde Handeloh ist seit dem Jahr 2000 sehr konstant und erreichte 2017 zum Höchststand 2.523 Personen. Eine statistische Auswertung einzelner Ortsteile der Gemeinde Handeloh ist nicht möglich, da diese Gebiete im Melderegister nicht entsprechend separiert sind.cite-ref-7[7]

Politik

Gemeinderat

Gemeinderatswahl 2021

Wahlbeteiligung:

65,82 %

%

40

30

20

10

0

30,2 %

25,5 %

21,6 %

10,9 %

9,0 %

2,7 %

GrĂĽne

FWH

CDU

SPD

LKR

Linke

Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen

Anmerkungen:

Freie

Wählergemeinschaft

Handeloh

Der Rat der Gemeinde Handeloh setzt sich aus 13 Mitgliedern zusammen. Die Ratsmitglieder werden durch eine Kommunalwahl für jeweils fünf Jahre gewählt.

Der Gemeinderat, der am 12. September 2021 gewählt wurde, setzt sich wie folgt zusammen:cite-ref-8[8]

• Freie Wählergemeinschaft Handeloh 3 Sitze
• CDU 3 Sitze
• SPD 2 Sitze
• Liberal-Konservative Reformer Niedersachsen 1 Sitz

BĂĽrgermeister

BĂĽrgermeister ist seit November 2021 Uwe Blanck (GrĂĽne).

Wappen

Blasonierung: Im gespaltenen und rechts geteilten Schild, oben in GrĂĽn ein goldenes Wagenrad mit acht Speichen, unten in Silber zwei blaue Wellenbalken, links in Gold eine schwarze Kiefer mit vier Wurzeln.

Bedeutung: Das Wagenrad symbolisiert den frĂĽher bedeutenden Holzumschlag in der Gemeinde. Die beiden Wellenbalken weisen auf die FlĂĽsse Este und Seeve hin, die durch die Gemarkung flieĂźen. Holz- und Waldreichtum wird durch die Kiefer dargestellt, deren vier Wurzeln die vier Ortschaften im Gemeindeverband symbolisieren.

Museen

• Naturkundliches Museum und Schulungsstätte „Alte Schmiede“

Die Schausammlung beinhaltet die heimische Singvogelwelt, Säugetiere und Vögel Norddeutschlands einschließlich der Küsten, heimische Lurche und Kriechtiere.
Die Schulungsstätte veranstaltet Seminare für Mitarbeiter in Naturschutzverbänden und Verwaltungen.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Es werden zwei Stationen an der Heidebahn, „Handeloh“ und „Büsenbachtal“, bedient. Letzterer erschließt den Ortsteil Wörme und das Wandergebiet „Büsenbachtal“. Der Haltepunkt Büsenbachtal befindet sich tariflich im Ring D, der Bahnhof Handeloh im Ring E des HVV-Tarifs. Die Heidebahn ist bis einschließlich des zentralen Kreuzungsbahnhofs Soltau Teil des HVV-Tarifgebiets für Einzel- wie auch Zeitkarten.cite-ref-9[9]

Von 1999 bis 2002 wurde im Büsenbachtal die touristische Feldbahnanlage „Wilde Erika“ betrieben.

Medien

Der Baalshof Reiterhof in Handeloh war mit vielen weiteren AuĂźenszenen Hauptdrehort der 52-teiligen Fernsehserie Neues vom SĂĽderhof.

Bilder

Literatur

• Dierk Lawrenz, Lothar Eichmann: Die Heidebahn – Von Buchholz über Schneverdingen nach Soltau. 85 Jahre durch die Lüneburger Heide. EK-Verlag, Freiburg 1986, ISBN 3-88255-209-3 [2., überarbeitete und neu bebilderte Ausgabe, EK-Verlag, Freiburg 1997, ISBN 3-88255-419-3].

Weblinks

Commons

: Handeloh

– Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Wikivoyage: Handeloh

– Reiseführer

• Gemeinde Handeloh

Einzelnachweise

cite-note-metadaten-einwohnerzahl-de-ni-11. Tabelle EVAS 12411, Fortschreibung des Bevölkerungsstandes auf Basis des Zensus 2022, Stand 31. Dezember 2024 (Hilfe dazu).
cite-note-22. ↑ Statistik des Deutschen Reichs, Band 450: Amtliches Gemeindeverzeichnis für das Deutsche Reich, Teil I, Berlin 1939; Seite 265
cite-note-33. ↑ https://www.kz-zuege.de/kapitel_06.htm
cite-note-44. ↑ https://kriegsgraeberstaetten.volksbund.de/friedhof/handeloh-gemeindefriedhof
cite-note-55. ↑ Tafel auf dem Friedhof Handeloh
cite-note-66. ↑ Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 229.
cite-note-77. ↑ Einwohnerzahlen der Samtgemeinde Torstedt
cite-note-88. ↑ Samtgemeinde Tostedt: Ergebnisse Gemeinderatswahlen Handeloh. Abgerufen am 7. August 2022.
cite-note-99. ↑ Hamburger Verkehrsverbund: Tarifplan Gesamt. Hamburger Verkehrsverbund, 7. November 2020, abgerufen am 7. November 2020 (deutsch, englisch).